Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1587066

Preisträger des Wettbewerbs
"Die besten Schulen Deutschlands" 2007

Die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung haben den deutschen Schulpreis zwar erst zum zweiten Mal vergeben, aber schon in der erst zweijährigen Geschichte ihres Bestehens hat diese Auszeichnung eine hohe Bedeutung gewonnen. Dass 44.000 allgemeinbildende Schulen in Deutschland sich von den mit diesem Preis ausgezeichneten Vorbildern gerne eine oder auch zwei Scheiben abschneiden dürfen, hat am Montag bei der Preisverleihung Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) betont. "Der Preis belegt eindrucksvoll das Engagement von Lehrern, Schülern und Eltern", sagte Schavan. "Die ausgezeichneten Schulen machen vor, welchen Gestaltungsspielraum die Verantwortlichen von Schule vor Ort haben."

Die Jury des Schulpreises legte ihrer Entscheidung sechs Kriterien zugrunde. Sprecher der Jury ist der Pädagogikprofessor Peter Fauser. Die Preisträger müssen der Leistung verpflichtet sein, auf Vielfalt setzen, die Unterrichtsqualität kontinuierlich verbessern, Verantwortung im Umgang miteinander hochhalten, ein reges Schulleben vorweisen und sich als lernende Institution begreifen. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 170 Schulen um den Preis beworben, von denen zehn in die engere Auswahl kamen. Zu den Nominierten zählte auch das Gymnasium in Neckartenzlingen (Kreis Esslingen), das in der End- runde ausgeschieden ist.

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach (Kreis Ludwigsburg), mit 1800 Schülern eine der größten deutschen Schulen, hat die Jury mit einer Mischung aus Reformstärke und Ergebnisorientierung, dem Zugehörigkeitsgefühl in der Schulgemeinschaft sowie der starken individuellen Förderung überzeugt. Wie die übrigen Träger der Anerkennungspreise erhielt die Marbacher Schule 10.000 Euro.

Mit der Helene-Lange-Schule (Wiesbaden) ist eine der bekanntesten deutschen Reformschulen ausgezeichnet worden. Die Montessori-Oberschule in Potsdam wird als Reformschule mit überregionaler Ausstrahlung eingestuft. Die Carl-von-Linn-Schule ist ein sonderpäda-gogisches Zentrum.

Der erste Preis mit 50.000 Euro ging an die Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim. Die Geschäftsführerin der Bosch Stiftung, Ingrid Hamm, sagte, die Hildesheimer Schule habe sich in 15 Jahren von ganz unten an die Spitze hochgearbeitet. Damals hatte sie einen miesen Ruf und galt als Schule für Schwache. "Sie ist ein beeindruckendes und vorbildliches Beispiel für die Innova- tionskraft deutscher Schulen", sagte Ingrid Hamm. Obwohl die Schule mit 1300 Schülern sehr groß sei, spüre dort jeder: "Auf mich kommt es an." Die Jury lobte ein beispielhaftes Betriebs- management, demokratische Führung und kontinuierliche Qualitätskontrolle.

Heute ist das Prestige der Robert-Bosch-Gesamtschule, die sich in einem konkurrenz-intensiven Umfeld zwischen mehreren privaten Gymnasien behaupten muss, enorm. "Anderen Schulen ist sie in ihrer Entwicklung zehn Jahre voraus", sagt Jurysprecher Fauser.

 


"Capital"-Schulranking:

 

Staatliches Gymnasium im Schwarzwald besser als Elite-Internat Eton!

 

Im Juni 2005 präsentierte die Zeitschrift "Capital" die 100 besten deutschen Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Die Spitzenreiter in diesem Leistungsvergleich waren sämtlich staatliche Schulen!

Der "Stern" kommentiert dieses Ergebnis wie folgt:

"Das Gymnasium Achern in Baden-Württemberg, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium im sachsen-anhaltinischen Halberstadt und die Gesamt-schule Bonn-Beuel in Nordrhein-Westfalen sind die drei besten Schulen Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Studie, die im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Capital" und des Software-Konzerns Microsoft, die ein Ranking der 100 besten Schulen mit gymnasialer Oberstufe in Deutschland erstellt hat.
Ungeachtet der verheerenden Ergebnisse der Pisa-Studie gibt es demnach viele deutsche Schulen, die ein großes Bildungsangebot haben und im europäischen Wettbewerb durchaus mithalten können. "Deutschland hat sehr viele Schulen, die weitaus besser sind als ihr Ruf und die vor allem im internationalen Vergleich sehr gut abschneiden", sagte Michael Forst, der Chef des Europressedienstes, der die Studie erstellt hat.

Schwarzwald vor Eton
Der Studie zufolge sind deutsche Schulen auch im internationalen Vergleich führend. Die beste ausländische Schule, das französische Lyce Anna Rodier würde nur auf Platz neun kommen, wenn es in dem Ranking aufgeführt würde, die britische Elite-Schule Eaton gar nur auf Platz 23. Prinz Harry, einer von Etons königlichen Absol-venten, hätte demnach im Nordschwarzwald eine erheblich bessere Ausbildung genießen können."

Private Schulen erreichten zwar im Capital-Ranking vereinzelt auch vordere Plätze und stellten immerhin ein Drittel der als Beste gerankten Bildungsstätten. Dies war aber offensichtlich nur darauf zurückzuführen, dass das "Capital"-Ranking auf einem Vergleich der äußeren Rahmenbedingungen von Schule (Ausstattung, zusätzliche Lernangebote, Ganztagsbetreuung usw.) beruhte. Ganz anders das Bild, wenn die von den Schülern tatsächlich erreichten Leistungen zum Vergleich herangezogen werden. In einem Diskussionsforum zu der "Capital"-Studie findet sich die folgende Bemerkung (Quelle: bboard - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums "Freundeskreis"):

"Re: Deutschlands beste Schulen (Capital)

Ausstattung ist auch nicht alles.

Heute morgen las ich in unserer Tageszeitung einem Bericht über diesen Vergleich und es wurde eine Schule hier in der Nähe hervorgehoben, die unter den ersten 5 zu finden ist. Es ist eine Privatschule mit Internat und es werden 2000 Euro monatliche Gebühren pro Schüler angegeben. Die Ausstattung ist hier wohl wirklich vom Feinsten. Aber zum Schluss des Artikels wird angegeben, dass die Schule im diesjährigen Mathewettbewerb der 8. Klassen den letzten Platz im Landkreis belegt  hätte. Da nutzt wohl die teuerste Ausstattung nichts.

Liebe Grüße
Tar-Miriel"

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